Arbeit und Soziales

Die Kosten der Arbeit in Deutschland sind mit die höchsten weltweit. Im Jahr 2014 summierten sich die Arbeitskosten in der westdeutschen Industrie im Durchschnitt auf 40 Euro pro Arbeitnehmer und Stunde. Zum Vergleich: In Österreich lagen sie bei gut 35 Euro, in Italien bei fast 28 Euro, in Tschechien bei knapp zehn Euro und in Bulgarien bei drei Euro. Und die Schere bleibt offen. Nur über ständige Innovationen, Flexibilität und beständig hohe Qualität können wir im internationalen Wettbewerb der Standorte mithalten.

    2020 haben wir einen flexiblen Arbeitsmarkt und eine Soziale Sicherung, die auf Eigenverantwortung statt Umverteilung setzt.

    Im Einzelnen erfordert das

    • Ein flexibles Arbeitsrecht ohne zusätzliche Regulierung oder Beschränkung von Werkverträgen, Zeitarbeit oder Befristungen von Arbeitsverhältnissen.
    • Die richtigen Rahmenbedingungen für eine globalisierte und digitalisierte Arbeitswelt.
    • Eine ausgewogene Lohnfindung zwischen den Arbeitsvertrags- oder Tarifvertragsparteien ohne staatliche Eingriffe.
    • Den Verzicht auf unnötige bürokratische Belastungen bei allen Gesetzgebungsvorgaben und den Abbau bestehender Lasten.
    • Eine angemessene Regelung des Arbeitskampfrechts.
    • Einen Gesamtbeitragssatz zur Sozialversicherung von dauerhaft unter 40 Prozent.
    • Auf die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen über das Sozialversicherungssystem konsequent zu verzichten. 
    • Mehr Eigenverantwortung in allen sozialen Sicherungssystemen.
    • Das Festhalten am Grundsatz „fordern und fördern“ in der Arbeitslosenversicherung.
    • Intensivere Anstrengungen zur Fachkräftesicherung auf allen Ebenen: längere Lebensarbeitszeit, höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen, gezielte Zuwanderung, Bildung und Qualifizierung.
    • Integration von Flüchtlingen mit konkreter Bleibeperspektive in den Arbeitsmarkt.